Mein Kind schnarcht – das hilft.

 

Es gibt wohl kaum jemanden, der sich noch nicht am Schnarchen eines Mitmenschen gestört hat. Ob Lebenspartner/in oder auch noch aus der Jugend in einem Gemeinschaftslager, die nächtlichen Schnarchgeräusche störe ungemein, sodass es nicht selten ist, dass sowohl der Schnarcher als auch der Bett- oder Zimmernachbar von der Müdigkeit geplagt werden.

Das Phänomen, das Kinder, sogar auch Kleinkinder im Schlaf schnarchende Geräusche von sich geben, ist an sich schon längst bekannt. Die Ursachenforschung hinkt da noch etwas hintennach. Neuste Forschungen haben jedoch etwas Licht ins Dunkel bringen können. Statistiken wurden erstellt. So wurden den Ursachen auf den Grund gegangen und auch erforscht, was Abhilfe schaffen kann.

Unter erwachsenen Leuten ist dies eher ein Tabuthema, bestenfalls werden darüber zum Teil auch unangebrachte Witze gemacht. Besonders bei erwachsenen Leuten kann schnarchen unangenehme Nebenerscheinungen nach sich ziehen, oder gar gefährlich sein. Studien aus vielen Ländern wurden ausgewertet, die Ergebnisse sind erstaunlich.

So leiden etwa 30% aller Kinder unter Schlafstörungen, wovon wiederum etwa 9% schnarchen. Bei diesen erhobenen Zahlen sind Säuglinge eingeschlossen. Eine andere Studie belegt, dass bei mehr wie der Hälfte von Kindern zwischen 1 und 4 Jahren ein gelegentliches Schnarchen vorkommt. Schnarchen ist keine natürliche Sache, somit muss es dazu natürlich auch Ursachen geben. Dann die Frage was hilft? Die Studie hat auch ergeben, dass bei Kleinkindern die Zahl der schnarchenden bei Jungs höher ist wie bei Mädchen. Es wurde auch festgestellt, dass schnarchen bei Kleinkindern gelegentlich sehr Kraftraubend sein kann, was das Wachstum beeinflussen kann. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der kleinen „Schnarcher“. Sind es anfänglich bei den einjährigen Kindern etwa 6%, steigert sich dies bis zu einem Alter von etwa 4 Jahren auf rund 13%.

Wenn Eltern feststellen, dass ihre Kinder schnarchen, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Kinder die schnarchen haben Schlafstörungen und sind somit am Morgen nicht richtig ausgeruht. Übellaunigkeit, aber auch Konzentrationsstörungen und damit verbunden schlechtere schulische Leistungen können eine unmittelbare Folgen sein.

Gibt es „Schnarchstopper“ oder was kann dagegen unternommen werden?
Experimente sollten sicherlich keine gemacht werden. Vernünftigerweise sollte der Gang zum Kinderarzt die erste Reaktion der Eltern sein. Der Arzt wird die Ursache in den meisten Fällen recht schnell finden können. Nicht selten lautet die Diagnose, dass die oberen Atemwege nicht frei sind, verantwortlich dafür ist dann eine übergrosse Rachenmandel. In andern Fällen ist eine zu gross gewordene Gaumenmandel die Ursache vom schnarchen. Kleinkinder, die zu Übergewicht neigen, schnarchen ebenfalls öfters wie Kinder mit einem Idealgewicht. Dann nicht zu vergessen Kleinkinder, die sich in der Umgebung rauchender Erwachsener aufhalten müssen. sie sind also direkt mehrfach sehr gefährdet. So kann es durchaus auch sein, dass Kinder lediglich aus diesem Grund schnarchen.

Je nach Ursache kann das Schnarchen von Kleinkindern mit kleinen operativen Eingriffen einfach und sicher entfernt werden. Die Medizin hat ebenfalls enorme Fortschritte gemacht, sodass heutzutage Messer und Skalpell nicht automatisch zum Einsatz kommen. Dank der neusten Leasertechnologie können Teile der Mandel entfernt werden, sodass ein Teil vorhanden bleibt, um Krankheitserregern entgegen wirken zu können. Nicht selten hilft bereits das Abschaben von Polypen.

Wichtig für Eltern ist beim Erkennen von Schlafstörungen ihres Kindes und dem damit verbundenen Schnarchen das Problem ernst zu nehmen. Oft muss auch nicht gleich an den Mandeln rumgedoktert werden, nicht selten gibt es auch ganz simple Ursachen wie eine kleine Erkältung, schlechte oder zu trockene Luft im Kinderzimmer. Ein schlechter Schlaf bedeutet aber zwangsweise einen nicht besonders guten nächsten Tag zu haben.
Aufgrund der vielen unterschiedlichen jedoch stets negativen Folgen, die das Schnarchen der Kinder mit sich bringt, ist es wichtig, bei häufigen Schnarchgeräuschen in der Nacht unverzüglich zu handeln. Der Kinderarzt ist also stets der richtige Ansprechpartner und kann dabei helfen, dem Problem entgegen zu wirken, damit das Kind in Zukunft wieder einen erholsamen Schlaf genießen kann.

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